Geruchsprobleme Kanal

Vermeidung von gasförmigem Schwefelwasserstoff
Bestwig, den 16.05.2016


Eine der häufigsten Fragen die uns von Mitarbeitern
kommunaler Abwasserbetriebe gestellt wird lautet:  
                    

Werden die Mikroben eingesetzt, um die negativen Auswirkungen von gasförmigem Schwefelwasserstoff ( Geruchsprobleme und biogene Schwefelsäure ) zu mildern, oder
wird schon dessen Entstehung verhindert oder zumindest eingeschränkt.


Unser Ziel ist ganz klar die Vermeidung:

Für die Bildung von Schwefelwasserstoff sind in erster Linie Schwefellieferanten wie
Harne, Fäkalien, Fette, Lebensmittelreste usw. verantwortlich. Bei Sauerstoffmangel
und langen Standzeiten des Abwassers in den Kanälen wird aus ihnen, in mehreren
Schritten, gasförmiger Schwefelwasserstoff. Hierzu finden Sie im Internet ein
entsprechendes Fließschema.

Die Schwefelträger befinden sich in allen häuslichen Abwässern und sind die
Nahrungsgrundlage für unsere Mikroben. Wir siedeln die Mikroorganismen in
Hauspumpwerken und Freispiegelkanälen ( im Bereich der einleitenden Gebäude) an.
Dadurch besetzen und durchdringen die Mikroben die Schwefelträger so früh wie möglich
und es wird ein ständiger Nachschub von Mikroben generiert.

Da wir sehr gute Langzeitergebnisse ( Druckrohr und Freispiegelbereiche ) bei der
Vermeidung von gasförmigen Schwefelwasserstoff haben, behindern oder unterbrechen
unsere Mikroben den Prozess des Fließschemas wohl recht erfolgreich. Lesen Sie
bitte hierzu auch den Artikel "
Der geimpfte Kanal " BI Umweltbau vom 16.2.2016.

Geruchsbelästigungen entstehen auch in den Freispiegelkanälen von Innenstädten
und Wohnsiedlungen. Auch hier kommen unsere Mikroben zum Einsatz. Sie werden
direkt bei den Geruchsquellen und, wenn erforderlich, weiträumig davor eingesetzt,
immer in Richtung des anlaufenden Wassers.

Die Einbringung der Mikroben wird in der Regel von Mitarbeitern der
Abwasserbetriebe vorgenommen. Sie erhalten von uns einen Dosierungsplan,
welchen wir nach übermittelten Kanalplänen erstellen. Die Dosierungsmenge
richtet sich nach Länge und Durchmesser der zu behandelnden Kanäle.
 
Quelle: Wolfgang Adler, Bestwig.
 
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